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CoVid 19 Möglichkeiten des freiwilligen Engagements

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Für Organisationen

Anerkennungsfonds

Zur besonderen Anerkennung und Aufwertung von Freiwilligenengagement wurde mit dem Bundesgesetz zur Förderung von freiwilligem Engagement (Freiwilligengesetz - FreiwG) ein Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement eingerichtet. Dieses Instrument eröffnet eine zusätzliche Möglichkeit Zuwendungen für besonderes und außergewöhnliches freiwilliges Engagement zu gewähren. Aus dem Fonds können unter Berücksichtigung der Richtlinien finanzielle Zuwendungen für Aktivitäten und Initiativen, die zur Entwicklung oder tatsächlichen Durchführung von innovativen Maßnahmen, besonderen Aktivitäten oder Initiativen zur nachhaltigen Sicherung des freiwilligen Engagements in Österreich beitragen, erfolgen. Finanzielle Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement werden nach Maßgabe der Fondsmittel in Form von Geldleistungen gewährt.

Ein Antrag auf Gewährung von Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds ist beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz einzubringen. Zuwendungen erhalten können natürliche- oder juristische Personen. Natürliche Personen können bei Vorliegen aller im Gesetz festgeschriebenen Voraussetzungen Zuwendungen in der Höhe von maximal € 1.000.- erhalten. Für Organisationen beläuft sich die Summe für Anträge gemäß § 36 Abs. 1 (nicht-covid-bedingte Zuwendungen) auf maximal € 15.000.-.  Eine solche Grenze ist für Zuwendungen gemäß § 36 Abs. 1a  (covid-bedingte Zuwendungen) nicht vorgesehen. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Ziel des Anerkennungsfonds ist es, das hohe Niveau des freiwilligen Engagements in Österreich aufrechtzuerhalten.

Initiative aufgrund COVID: Nach der Veröffenlichung im Bundesgesetzblatt ist nunmehr das 10. COVID-19-Gesetz in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wird die Möglichkeit geschaffen, dass Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement, der dafür mit 600.000 Euro dotiert wurde, für anerkannte Träger oder Freiwilligenorganisationen gemäß Freiwilligengesetz gewährt werden können, sofern sie im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-Krise stehen und der Sicherung des Freiwilligenengagementgs dienen. Als Vorgangsweise ist vorgesehen: Nach Befassung des Österreichischen Freiwilligenrats wird die angepasste Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Anerkennnungsfonds, deren Inkraftreten mit 1.6.2020 geplant ist, auf www.freiwilligenweb.at veröffentlicht. Anträge aus diesem 600.000€-Topf können jedoch ab sofort mittels Antragsformular (downloadbar auf www.freiwilligenweb.at) gestellt werden. Die eingegangenen Anträge werden in eine Sammelliste aufgenommen, geprüft und jene, die den Kriterien entsprechen, gesammelt in einer ersten Tranche im Juli zur Genehmigung vorgelegt. Anträge können jedoch auch danach noch eingebracht werden und werden solange berücksichtigt, solange Geld aus diesem Topf vorhanden ist. 

Verfahren auf Gewährung von Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds

Anträge auf Gewährung von Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement sind beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Grundsatzabteilung für Senior/inn/en-, Bevölkerungs- und Freiwilligenpolitik, Stubenring 1, A-1010 Wien, mittels Antragsformular "Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement" (siehe unten) unter Anschluss der dort angeführten erforderlichen Begründungen und Nachweise einzubringen. Die Anträge sind gebührenfrei und an kein weiteres Formerfordernis gebunden. Die Entscheidung über einen Antrag um Gewährung einer Zuwendung obliegt dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Was sind anerkannte Träger gemäß Freiwilligengesetz (FreiwG)?

Das sind gemeinnützige Träger der freien Wohlfahrtspflege oder andere gemeinnützige, nicht auf Gewinn orientierte juristische Personen privaten Rechts mit Sitz im Inland. Sie sind auf Antrag mit Bescheid des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz als Träger des Freiwilligen Sozialjahres, des Freiwilligen Umweltschutzjahres oder als Träger eines Auslandsfreiwilligendienstes (Gedenk-, Friedens- oder Sozialdienst im Ausland) anzuerkennen; die Anerkennung kann befristet oder unbefristet erfolgen. (§ 8 FreiwG)

Die zugelassenen Träger können mit folgendem Link abgerufen werden: http://www.freiwilligenweb.at/de/sonderformen/anerkannte-tr%C3%A4ger

Was sind Freiwilligenorganisationen gemäß FreiwG?

Freiwilligenorganisationen gemäß § 3 FreiwG sind gemeinnützige juristische Personen öffentlichen oder privaten Rechts, deren Tätigkeit in hohem Ausmaß von Personen im Rahmen des freiwilligen Engagements erfolgt, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind und deren Sitz sich im Inland befindet. Als Freiwilligenorganisationen gelten nicht politische Parteien im Sinne des Parteiengesetzes. Freiwilligenorganisationen haben ihre Freiwilligen nachweislich über die Rahmenbedingungen für freiwillige Tätigkeiten aufzuklären, und zwar insbesondere über: Aufnahmemodus, Tätigkeitsfelder, Ansprechperson, Aus- und Fortbildung, Mitsprachemöglichkeiten, Tätigkeitsnachweis, Aufwandsentschädigung sowie Versicherung. Weiters haben Freiwilligenorganisationen den Freiwilligen zur Nutzbarmachung der durch das freiwillige Engagement erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen auf deren Verlangen binnen sechs Monaten nach Beendigung ihrer Tätigkeit einen Tätigkeitsnachweis über Dauer und Art der Tätigkeit sowie die dabei erworbenen Kompetenzen ausstellen (Nachweis über Freiwilligentätigkeiten/Freiwilligenpass) auszustellen. Eine Freiwilligenorganisation sollte auf www.freiwilligenweb.at oder auf www.freiwilligenpass.at registriert sein.

Welche Vorhaben sind gemäß § 36 Abs. 1a FreiwG (COVID-19-bedingte Maßnahme) zuwendungsfähig?

Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds für Freiwilligenengagement können auch im Zusammenhang mit Elementarereignissen, Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges und außerordentlichen Notständen an anerkannte Träger oder Freiwilligenorganisationen gemäß FreiwG gewährt werden. (§ 36 Abs. 1a FreiwG) Das sind jene Vorhaben, die im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Krise stehen und der Sicherung des Freiwilligenengagements dienen.

Sind laufende oder bereits durchgeführte Vorhaben gemäß § 36 Abs. 1a FreiwG (COVID-19-bedingte Maßnahme) zuwendungsfähig?

Ja, auch laufende oder bereits durchgeführte Vorhaben gemäß § 36 Abs. 1a FreiwG sind zuwendungsfähig, wenn sie im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Krise stehen und der Sicherung des Freiwilligenengagements dienen.

Wann werden die an den § 36 Abs. 1a FreiwG angepassten Richtlinien veröffentlicht?

Diese Richtlinien werden voraussichtlich am 01. Juni 2020 unter http://www.freiwilligenweb.at/de/freiwilliges-engagement/anerkennungsfonds veröffentlicht.

In welcher Höhe stehen Mittel für COVID-19-bedingte Maßnahmen aus dem Anerkennungsfonds zur Verfügung?

Mittel in Höhe von € 600.000,00.

Werden die Mittel gemäß § 41 Abs. 3 FreiwG nach dem Prinzip „first come, first serve“ vergeben?

Nein. Die eingelangten Anträge werden geprüft und jene, die den Kriterien entsprechen, gesammelt in einer ersten Tranche im Juli 2020 dem Herrn Bundesminister zur Genehmigung vorgelegt. Qualität vor Quantität.

Welche Kosten sind grundsätzlich nicht zuwendungsfähig (COVID-19-bedingte Maßnahme)?

Anschaffung von Fahrzeugen, Liegenschaften, Gebäuden, Gebäudeteilen sowie Renovierungsarbeiten etc.

Ausgaben für Spirituosen, Rauchwaren und Trinkgelder.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern im Sinne des § 7 des Einkommensteuergesetzes 1988, deren Verwendung oder Nutzung sich auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt (abnutzbares Anlagevermögen) und die den Wert für geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 13 des Einkommensteuergesetzes 1988 idgF. (derzeit € 800,- exkl. Ust.) überschreiten. Diese können lediglich in Höhe der Absetzung für Abnutzung unterstützt werden. Voraussetzung ist die Anschaffung zur Bewältigung der Krise bzw. als Beitrag zur Bewältigung der Krise zum Nutzen der Freiwilligen bzw. des Freiwilligenengagements.

Gewährung von Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds

Verfahren

Anträge sind mittels Antragsformular und unter Anschluss der dort angeführten erforderlichen Begründungen und Nachweise einzubringen. Die Anträge sind gebührenfrei und an kein weiteres Formerfordernis gebunden. Die Entscheidung über einen Antrag obliegt dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Finanzierung des Anerkennungsfonds

Der Fonds gilt abgabenrechtlich als Körperschaft öffentlichen Rechts. Die Mittel des Fonds werden insbesondere aufgebracht durch:

  • Zuwendungen, Schenkungen, Erbschaften und Vermächtnisse
  • Zinsen und sonstige Erträgnisse des Fondsvermögens
  • einmalige Zuwendung für COVID-19 bedingte Ausgaben in Höhe von EUR 600.000.-- aus Mitteln des COVID-19-Krisenbewältigungsfonds.

Nützliche Formulare

Wenn Sie Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds beantragen möchten und die dafür vorgesehenen Voraussetzungen erfüllen, füllen Sie bitte das untenstehende Formular aus und übermitteln es an die Abt. V/A/6, Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konumentenschutz, Stubenring 1, A-1010 Wien oder per E-Mail: freiwilligenweb@sozialministerium.at.

Finanzielle Zuwendungen aus dem Anerkennungsfonds

Antrag

Antrag für besonderes und außergewöhnliches freiwilliges Engagement

Der durch das Freiwilligengesetz eingeführte Anerkennungsfonds eröffnet eine zusätzliche Möglichkeit Zuwendungen für besonderes und außergewöhnliches freiwilliges Engagement zu gewähren.

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Umfang: 3 Seiten
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